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PLATZ DA!, 

Simon Burkes, Lilli Hotz

In diesem Projekt setzen sich die Studierenden mit dem Phänomen defensiver Architektur auseinander: segmentierte Sitzflächen, Metallbügel oder abweisende Formen verhindern gezielt einen längeren Aufenthalt, insbesondere für marginalisierte Gruppen. Solche Gestaltungen verlagern soziale Konflikte, statt sie zu lösen, und werfen grundlegende Fragen auf: Wem gehört der öffentliche Raum? Wer darf bleiben, und wer wird verdrängt?

Ausgehend von einer bestehenden Sitzgelegenheit, die durch ihre Gestaltung abwehrend wirkt, entwickeln und bauen die Studierenden eine Intervention. Die entstehenden Beiträge eröffnen alternative Formen des Sitzens, Liegens oder Verweilens – poetisch, provokant, spielerisch oder kritisch. Das Projekt schärft den Blick für soziale Ausschlüsse im Stadtraum und zeigt, wie Gestaltung Räume der Teilhabe öffnen und neue Möglichkeiten des Zusammenkommens schaffen kann.

Lehrstuhl:Entwurf und Produkt
Projekt:5-Wochen-Projekt
Thema:PLATZ DA! – Gestaltung gegen defensive Architektur
Zeitraum:WiSe 25/26
Lehrende:Prof.in i. V. Julia Czirnich, Lukas Schreiber