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Activate, 

Die Abfertigungshalle auf dem ehemaligen Branntweinareal wurde in den 1950er Jahren errichtet und steht seit Jahren leer. Das Gebäude besitzt eine klare konstruktive Struktur und eine starke räumliche Präsenz an einem Knotenpunkt zwischen Bahngleisen, Unterführung und Bahnhof. Das Projekt setzt genau an diesem Zustand des Leerstands an. Ziel ist es nicht, den Bestand zu ersetzen oder vollständig neu zu definieren, sondern ihn durch gezielte, minimale Eingriffe wieder in Nutzung zu überführen und als Teil des Areals zu reaktivieren. Die Halle wird dabei als robustes strukturelles Gefüge verstanden, das Potenzial für neue Programme und Nutzungen in sich trägt. 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein aktuell ungenutzter Bestand wieder in Beziehung zu seinem Umfeld gesetzt und schrittweise aktiviert werden kann. Die topografische Isolation hat das Gebäude aus dem städtischen Zusammenhang gelöst – trotz seiner zentralen Lage. Aktivierung wird dabei als architektonischer Prozess verstanden, der vorhandene räumliche und strukturelle Qualitäten aufgreift, stärkt und neu lesbar macht.

ACTIVATE untersucht den Umbau als präzise Intervention im Bestand – als Strategie, die einen inaktiven Raum wieder in das städtische und funktionale Gefüge integriert, ohne seine vorhandene Identität zu überschreiben. 

Studierende: Bautista Grimaldi, Carlotta Iwanowitsch, Chiara Maul, Emma Koehler, Helene Hogelucht, Josefine Angerhausen, Lea Themann, Leni Weißbrodt, Lia Cercel, Lilli anka, Louisa Kempf, Luca Bendel, Senta Tänzer, Simon Burkes

Lehrstuhl:Entwurf und Raum
Projekt:Hauptentwurf
Thema:Activate
Zeitraum:SoSe 26